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Was ist Wahrnehmung?

Die Wahrnehmung ist eine im Menschen angelegte Eigenschaft und zählt zum Potenzial seiner Fähigkeiten.

Grundsätzlich wird unter Wahrnehmung, die individuelle Beobachtung der inneren sowie äußeren Vorgänge eines Menschen und des daraus resultierenden Geschehens verstanden.

Zu den inneren Vorgängen zählen die körperlichen, emotionalen und mentalen Aktionen und Reaktionen des Menschen.

Unter äußeren Vorgängen zählt man alles das, was zum Umfeld eines Menschen gehört.

Die folgenden Aussagen beschreiben daher wichtige Aspekte von Wahrnehmung, beanspruchen jedoch keine wissenschaftliche Vollständigkeit:

  • Wahrnehmung ist das Ergebnis des Prozesses, bei dem das Individuum aus der Vielzahl aufgenommener Sinnesreize aus der Umwelt und dem eigenen Inneren eine Auswahl trifft, die es ihm erlaubt, sich in seiner Umwelt zurechtzufinden und zielgerichtet zu handeln.

  • Die Anzahl der von den Sinnesorganen aufgenommenen Informationen wird dabei in “sinnvoller” Weise auf die relevanten, bedeutsamen Informationen reduziert. Das geschieht in mehreren Stufen im Sinnesorgan selbst und im Gehirn.

  • Der größte Teil dieser Auswahl- und Bewertungsprozesse ist unbewusst.

  • Wahrnehmung wird gelernt.

  • Wahrnehmung ist subjektiv. Sie wird vom IST-Zustand des Menschen (Hunger, Wachheit/ Müdigkeit, “Stimmung”, Handlungsbereitschaft, Identifikation mit einer Sache) und von seinen Erfahrungen beeinflusst.

  • Die Entwicklung der Wahrnehmungsfähigkeit ist abhängig von der Ausgeprägtheit und Qualität der Sinnesfähigkeit. Wenn ich z.B. nicht sehen und/oder hören kann, entwickelt sich meine Wahrnehmung entsprechend anders.

 

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